30/08/2026 0 Kommentare
Paten – wer an meiner Seite steht
Paten – wer an meiner Seite steht
# Firm-Eltern 2026

Paten – wer an meiner Seite steht
Zur Firmung gehört in der Regel auch ein Pate oder eine Patin, die im Gottesdienst hinter dem Jugendlichen stehen und ihm die Hand auf die Schulter legen. Dieses Zeichen drückt aus: Ich stehe hinter dir. Ich begleite dich auf deinem Weg.
Mehr als nur Tradition
Hinter der Traiditon, einen Paten oder eine Patin zu wählen, steht eine Idee, die auch heute noch sehr aktuell ist: Jugendliche sollen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden nicht allein unterwegs sein. Neben den Eltern kann eine weitere Person wichtig werden, die zuhört, ermutigt, mitdenkt und auch dann in Kontakt bleibt, wenn das Leben sich verändert.
Ein Pate oder eine Patin ist damit im Idealfall Lebens- und Glaubensbegleitung: jemand, bei dem man sich melden kann, wenn es gut läuft – und erst recht, wenn es schwierig wird.
Wen kann man als Paten wählen?
Formal gibt es ein paar kirchliche Vorgaben:
Ein Firmpate bzw. eine Firmpatin soll
- katholisch sein,
- getauft und gefirmt sein,
- in der Kirche sein (nicht ausgetreten) und
- in der Regel mindestens 16 Jahre alt.
Vater oder Mutter können das Patenamt nicht übernehmen – gerade weil es gut ist, wenn neben den Eltern eine weitere Bezugsperson dazukommt. Ob es der eigene Taufpate ist oder jemand anderes, ist offen: Die Jugendlichen dürfen sich ihre Paten grundsätzlich selbst aussuchen.
Wichtiger als perfekte „Frömmigkeit“ ist, dass eine vertrauensvolle Beziehung besteht und der Jugendliche das Gefühl hat: „Diese Person tut mir gut und ich kann ehrlich mit ihr reden.“
Wie sie Eltern bei der Auswahl helfen können
Eltern spielen bei der Patensuche eine wichtige Rolle, ohne ihren Kindern die Entscheidung abnehmen müssen. Gemeinsam kann man überlegen:
- Wer war bisher wichtig im Leben meines Kindes?
- „Wer ist jemand, dem du wirklich vertraust?“ – „Wer könnte dich auch später noch begleiten?“
- Passt diese Person wirklich zu dir – auch über die Feier hinaus?
Gut ist, wenn Eltern ihre eigenen Gedanken ehrlich teilen („So sehe ich das …“) und dann bewusst fragen: „Wie siehst du das?“ So bleibt klar: Die Entscheidung liegt beim Jugendlichen, aber sie wird gut begleitet.
Was, wenn sich niemand findet?
Manchmal ist es gar nicht so leicht, jemanden zu finden, der sowohl menschlich passt als auch die kirchlichen Voraussetzungen erfüllt.
In solchen Fällen lohnt es sich, frühzeitig das Gespräch mit der Pfarrei zu suchen. Gemeinsam lassen sich oft Lösungen finden oder andere Formen der Begleitung überlegen.
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